Verschiedenes

Wer erinnert sich noch, was vor 25 Jahren war?

(Quelle: Auszug aus dem Buch: 100 Jahre FIDELE BRÜDER ÜBERBRUCKVEREIN MARKTLEUTHEN 1920 – 2020 von Gerhard Bergmann)

Abfahrt zum Tagesausflug am 8. Juni 1996 nach Passau war für 41 Erwachsene und 5 Kinder um 6 Uhr ab Überbruckinsel. Zur Brotzeit wurde kurz vor Passau auf einem Rastplatz angehalten. Emil Hochmuth tauschte seine lange Hose gegen eine kurze Hose ein und führte allen Teilnehmern seinen Striptease vor. Ankunft in Passau war gegen 9:15 Uhr. Um 10:00 Uhr hieß es „Leinen los“ zur kleinen 3-Flüsse-Rundfahrt, die nach 45 Minuten wieder an der

Anlegestelle endete. Danach hatte jeder die

Möglichkeit sich Passau noch anzuschauen

und ein Mittagessen im dem Lokal seiner Wahl einzunehmen. Pünktlich um 13:30 Uhr startete der Bus zur Weiterfahrt nach Tittling. Dort hatte jeder die Möglichkeit von 14 bis 16 Uhr das Museumsdorf Bayerischer Wald zu besichtigen oder sich im Schatten das Bier oder Radler schmecken zu lassen. Danach wurde die Heimreise durch den Bayerischen Wald angetreten. Zu Abend wurde in Konnersreuth gegessen. Leider dauerte es etwas lange, bis jeder sein Essen auf dem Tisch hatte, da kurz vorher ein weiterer Bus im dem Lokal eingetroffen ist. Um 22 Uhr war jeder wieder zu Hause.

Die Bruckschneider-Ventilposaune

(Bericht von Reinhard Mücke)

1985 begann ich bei unserem Altbürgermeister Georg Dülp am Nachmittagsunterricht, in der Hauptschule Marktleuthen, Posaune zu lernen. Georg überreichte mir eine Zugposaune, setzte mich nach rechts außen und ich spielte Bass. Ich wollte aber ein Instrument zum Drücken und lernte heimlich die Griffe meiner „drückendenden Mitschüler“ mit.

Im Januar 1986 durfte ich dem Marktleuthner Posaunenchor beitreten und bekam auf meinen Wunsch, von Fritz Schricker, ein Ventilinstrument, ein Tenorhorn, überreicht.

1990 erhielt ich dann eine Ventilposaune, die seit Jahren im Schrank des Gemeindehauses lag. Sie hatte einen härteren Klang als das Horn und eine sagenhafte Optik.

Auf dem Trichter befand sich eine Prägung: CA Wunderlich/ Siebenbrunn/ Vgtl. Was für ein Instrument! 1996 wurde dieses tolle Musikinstrument revidiert und ich hatte die Ehre es bis 1999 zu spielen.

Wir schreiben das Jahr 2020: Eines Abends klingelte bei mir das Telefon; Manfred Vates aus Brand, einer meiner langjährigen Weggefährten als Musiker und Freund, las einen Bericht über das neu renovierte „Bruckschneider Häusl“ und erinnerte sich an die guten alten Zeiten zurück.

Auch an meine erste Ventilposaune. Diese war das Erbstück vom Bruckschneider. Jetzt gingen die Recherchen los. Was weiß Manfred, der Zürner´s Otto, die Wunderlich´s Erna (Rogler) oder der Küspert Karl darüber, wie Willy Purucker an dieses Instrument gekommen war und wo er damit gespielt hatte. In Marktleuthen gab es in den 30ern Jahren und bis ca. 1945 eine Blaskapelle. Nach dem Krieg löste sich die Kapelle langsam auf und einige Spieler, auch der „Bruckschneider“, traten dem Posaunenchor Marktleuthen bei. Bis Ende der 70er hatte Willy Purucker mit dieser Ventilposaune das Lob Gottes verkündet. Auf welcher Grundlage dann das Instrument in den Besitz des Posaunenchors gewechselt ist, kann heute nicht mehr nachvollzogen werden. Leider ist mittlerweile auch Anita Purucker, die Tochter des Bruckschneiders verstorben. Sicherlich sind auch hier viele Geschichten unwiederbringlich verloren gegangen.

Nach über 20 Jahren haben wir dieses äußerst seltene Instrument wieder ausgegraben. Die „Bruckschneider“-Ventilposaune, die auf Anhieb spielbar war. Die Marktleuthner Posaunenchorleiterin Gabi Pecher überließ dem Überbruckverein diese.

Ventil-Posaune als Dauerleihgabe, die in den nächsten Jahren einen Ehrenplatz in Ü2 erhält.

Dafür ein herzliches Dankeschön.

Die “Ü2” erstrahlt im alten Gewand, mit neuem Glanz!

Frohe Ostern - 2021



Traditionelles

Geldbeutelwaschen

2021

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Das diesjährige Geldbeutelwaschen fand zum Jahreswechsel am 01.01.2021 unter strengen, coronagerechten Hygienemaßnahmen statt.

Unser Überbäcker Tobias Kuhn eröffnete um 6.48 Uhr das traditionelle Reinigen seiner Geldbörse.

Auch unser Stadtoberhaupt Sabrina Kästner ließ es sich nicht nehmen das Stadtsäckel für das kommende Jahr dem glücksbringenden Ritual zu unterziehen.

Geldbeutelwaschen - 2020

BM Florian Leupold wäscht seinen Geldbeutel – Kaum hat das neue Jahr begonnen, hat der “Überbruckverein Fidele Brüder” in Marktleuthen am Neujahrstag die Feierlichkeiten zu seinem 100-jährigen Bestehen mit dem ersten Geldbeutelwaschen auf der Überbruck eröffnet, welche aber Corona bedingt nicht stattfinden konnten.

Freibier aus dem Überbruckbrunnen

Die Kirchweih begann für die FIDELEN BRÜDER am Samstag, den 22. August 1959 um 18 Uhr mit der Einweihung des renovierten Brunnens. So wurde die Brunneneinfassung neu aufgestockt, der Brunnenrand mit Granitplatten versehen und in der Mitte des Brunnens eine Schale mit vier Ausflussröhrchen angebracht.

Der herrlich geschmückte Brunnen war vor den Blicken der Gäste mit Bettlaken geschützt und wurde durch Vorstand Ludwig Zürner enthüllt.

In seiner Ansprache dankte er vor allen dem Gönner und Betriebsführer des Granitwerkes Gebrüder Vates, und zwar Herrn Otto Raps, für die hochherzige Stiftung, die es ermöglichte, dem Brunnen diese neue Form zu geben. In seinen weiteren Ausführungen gab Ludwig Zürner noch einen kurzen Rückblick über die Entstehung der Jahreszahl 1878 an, als wahrscheinlich die alten Holzrohre durch Eisenrohre ersetzt worden sind. Über das direkte Entstehen weiß niemand mehr Bescheid.

Die größte Überraschung für die zahlreichen Gäste war, als aus den Bronzeröhren erstmals Bier floss und an die Zuschauer kostenlos verteilt wurde, die nach dem großen Staunen ihre durstigen Kehlen richtig netzten.

Anschließend ging es mit der Pilgramsreuther Blaskapelle zum Festzelt.

Zum 100jährigem Jubiläum im Jahr 2020 sollte diese alte Tradition mit Freibier aus dem Überbruck-Brunnen wieder aufleben. Doch die Corona-Pandemie machte sozusagen einen Strich durch die Planung.

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